Podiumsgespräch zu Frauennetzwerken im Radverkehr

Das jährlich stattfindende Radkompetenz-Kamingespräch fand am 23. Juni in Wien erstmals als offenes Forum zum wichtigen Thema der Sichtbarkeit und Beteiligung von Frauen in der Fahrradbranche und radverkehrsbezogenen Handlungsfeldern statt. Unter dem Titel: „Mehr Frauen. Mehr Perspektiven. Mehr Radkompetenz.“ sprach ein hochkarätig besetztes Podium führender Expertinnen aus Radkompetenz-Mitgliedern und Gastrednerinnen über die Rolle von Frauen im Radsektor. Im anschließenden Austausch wurden Perspektiven gesammelt und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten erörtert, die zur Diversifizierung der Fahrradbranche beitragen und damit den Radverkehrsanteil in Österreich steigern können.
Mehr Perspektiven führen zu besseren Entscheidungen
Die Mobilitätswende gelingt nur, wenn sie inklusiv ist – wenn alle beteiligt sind und gemeinsam Lösungen umsetzen, um CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Wie Frauen aus der Fahrradwirtschaft in Produktentwicklung und zielgruppenspezifische Planung eingebunden sind und wie es um ihren Zugang zu Entscheidungsgremien und Karrieremöglichkeiten steht, wurde im Podiumsgespräch aus der Sicht verschiedener Fachdisziplinen diskutiert.
Women in Cycling-Netzwerke gewinnen europaweit und in Nachbarländern an Dynamik und verdeutlichen den Bedarf an stärkerer Sichtbarkeit, Repräsentation und Einfluss von Frauen im Fahrradsektor. Gleichzeitig zeigen diese Netzwerke Potenziale für stärkere Beteiligung von Frauen am Radverkehr und für eine professionell diversifizierte Branche.
Podium und Expertinnen

Podiumsdiskussion Radkompetenz-Forum 2026 im Verein Gräztelmixer Wien. (v.l.n.r.) Petra Sturm (Radhistorikerin), Elke Schimmel (Planerin november:city, Women in Cycling Switzerland), Katrin Batko (VELLO Bike), Olivia Kantner (Moderation, komobile), Christine Zopf-Renner (Mobilitätszentrale Burgenland), Karin Markvica (AIT).
Damit die Strukturen in Österreich bedarfsgerecht gestaltet werden können, sind gemeinsame Ziele nötig. Dazu führte Olivia Kantner, Geschäftsführerin und Verkehrsplanerin bei Radkompetenz-Mitglied komobile, durch das Podiumsgespräch mit ausgewiesenen Vertreterinnen aus Verkehrsplanung, Forschung, Industrie, Verwaltung und Kulturgeschichte.
Zentrale praxisnahe Fragen lieferten Inputs zum Status quo verschiedener Disziplinen und unterstützten die Entwicklung von Ansätzen für Handlungsempfehlungen in Forschung, Planung und Verwaltung. Alle Teilnehmerinnen stimmten überein, dass frauenspezifische Bedarfsorientierung ein zentrales Qualitätsmerkmal für die Radbranche in Österreich ist.
Praxiseinblicke im Fokus
Das offene Format des Radkompetenz-Forums bot Gelegenheit für Dialog und unkompliziertes Netzwerken, um sich mit Expert:innen von Radkompetenz Österreich und externen Vertreter:innen auszutauschen. Die sechs Expert:innen am Podium brachten ihre Perspektiven ein, die anhand von Leitfragen und Erwartungen unter allen Teilnehmer:innen diskutiert wurden.
- Elke Schimmel, Radverkehrsplanerin im eigenen Unternehmen november:city mit Sitz in den Niederlanden und Gründungsmitglied des Netzwerkes Women in Cycling Switzerland, reiste für einen aufschlussreichen Impulsvortrag zum Radkompetenz-Forum nach Österreich an. Sie brachte einen Überblick zu den Entwicklungen im europäischen Vergleich mit aktuellen Zahlen zur Situation von Frauen in der Fahrradbranche (Universität Kassel, 2025). Sie stellte klar: „Die Fahrradbranche ist ohne Frauen nicht moralisch unvollständig. Sie ist fachlich unvollständig.
- Karin Markvica (erste von rechts am Podium) ist Forscherin bei Radkompetenz-Mitglied AIT-Austrian Institute of Technology im Center for Mobility Systems im Bereich Transportation Infrastructure Technologies. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen bei Verkehrssicherheit, Rad- und Fußverkehr sowie datenbasierter Analyse von Mobilitätsverhalten und Infrastruktur. Sie hob die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung bei der Erhebung von Daten und der Entwicklung relevanter Merkmale für zukünftige Messungen an den Zählstellen seitens der Forschung hervor.
- Christine Zopf-Renner (zweite von rechts am Podium) ist Leiterin der Mobilitätszentrale Burgenland (Radkompetenz-Mitglied) und verantwortet dort die strategische Ausrichtung der Mobilitätsberatung im Land. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Förderung nachhaltiger Mobilität mit besonderem Fokus auf Radverkehr und intermodalen Angeboten. Sie gab persönliche Einblicke in ihre Erfahrung in männerdominierten Studienfächern und Arbeitsfeldern aus Perspektive der Verwaltung und forderte zur Motivierung derselben für junge Frauen in Österreich auf.
- Katrin Batko ist bei Radkompetenz-Mitglied VELLO Bike für Marken- und Produkterlebnisse, Retail-Konzepte bis zur Produktkommunikation verantwortlich und auch selbst in der Produktentwicklung tätig. Mit ihrem Projekt TMBR Scooter entwickelte sie einen funktionalen E-Scooter-Prototyp aus Holz; ihr besonderes Interesse gilt gendergerechter Mobilität, zugänglichen Produkten und der Frage, für wen Mobilität gestaltet wird. Bemerkenswert waren ihre persönlichen Einblicke als Frau in der Produktentwicklung und den damit verbundenen Vorurteilen.
- Petra Sturm, Radhistorikerin und Expertin für historische Frauensportforschung, thematisiert in ihrer Publikationstätigkeit feministische Bezüge zum Sport, insbesondere zum Radsport, wie beispielsweise ihre jüngst erschienene Bicycle Novel über die in Vergessenheit geratene Wiener Rennradpionierin Cenzi Flendrovsky zeigt. Sie hob hervor, dass historische Frauenbiografien oft erst durch äußere Ereignisse sichtbar werden, z. B. durch die Me-too-Bewegung und mahnt genauer hinzusehen, sodass Akteur:innen im gesellschaftlichen Wissensindex bestehen bleiben.
Zentrale Fragen in der Diskussion
- Wo Frauen in der Fahrradbranche bereits sichtbar und wirksam sind
- Wo ihre Beiträge noch zu oft unsichtbar bleiben
- Blinde Flecken in Planung, Forschung, Verwaltung, Industrie und Kommunikation
- Gap zwischen Bedarf und Realität in der Radmobilität – aus Nutzer:innen- und auch aus Gestalter:innenperspektive
- Bedeutung von strategischen Entscheidungen, Budgetverantwortung, Macht und öffentlicher Bühne
Diskutiert wurde außerdem, wie Netzwerke, Einladungsroutinen und Formate Frauen nachhaltig stärken und verhindern, dass bestehende Strukturen immer wieder dieselben Perspektiven reproduzieren.

Publikumsgespräch (v.l.n.r.): Bettina Dornhofer-Pöllinger (Herry Consult), Margarethe Staudner (Umweltbundesamt), Valerie Madeja (Radlobby Österreich), Beate Hauser (Goodville Mobility).
In diesem Zusammenhang wurde auch die Rolle von Plattformen wie Radkompetenz Österreich hervorgehoben: Sie können dazu beitragen, Zugänge zu erweitern, Sichtbarkeit zu erhöhen und gezielt neue Stimmen einzubinden. Ziel ist es, durch mehr Perspektiven bessere, robustere Lösungen für Radverkehr und Fahrradbranche zu ermöglichen.

Publikumsgespräch (v.l.n.r.): Luise Lehfeldt (Lease a Bike Österreich), Nicole Tippelt (Regionalmanagement OÖ), Alexander Zalokar (Lease a Bike Österreich).
Frauen-Rad-Netzwerk in Österreich: Erwartungen und Potenziale
Die Auswertung der im zweiten Teil der Podiumsdiskussion erarbeiteten Leitfragen zeigt ein klares Bild für ein Frauennetzwerk im Radverkehr in Österreich: Es soll bestehende Kompetenzen bündeln, Frauen im Radverkehr sichtbarer machen und ihre Wirkung in Planung, Verwaltung, Politik und Branche stärken.
Im Zielbild steht die Stärkung von Sichtbarkeit, Zugang und Stimme im Mittelpunkt. Das Netzwerk soll Austausch ermöglichen und als gemeinsame Plattform für stärkere Einflussnahme und öffentliche Wahrnehmung dienen. Bei den Inhalten werden vor allem evidenzbasierte Themen wie Daten, Infrastruktur, Sicherheit und Vorurteile im Radverkehr genannt. Ergänzt wird dies durch gendersensible Perspektiven auf Planung und Nutzung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Rollenbildern.
Die Beiträge der Teilnehmer:innen aus dem Publikum betonen den Wissensaustausch, Role Models und aktive Multiplikation in die eigenen Organisationen und Netzwerke. Hohe Übereinstimmung gibt es, dass es ein praxisorientiertes Netzwerk sein soll, das Wissen bündelt, Perspektiven sichtbar macht und konkrete Wirkung unterstützt.
Die Teilnehmer:innen bei der Mentimeter-Umfrage
Ausblick
Radkompetenz Österreich bietet mit Formaten wie dem Radkompetenz-Forum die Möglichkeit, relevante Themen ins Zentrum zu rücken, Wissen und Perspektiven auszutauschen und Impulse für die Weiterentwicklung des Radverkehrs zu geben.
Die nächste Vernetzungsmöglichkeit der Radkompetenz Österreich zum Thema findet am Rad- und Fußverkehrsgipfel in Eisenstadt (9.-11. September) am Tag 3 (Freitag, 11. September, 12:30-14:00 Uhr statt) – Women in Cycling Austria: First Ride – Netzwerken & Durchstarten. Link zum Programm
Fotos: Irene Wögerer/Radkompetenz Österreich & Margarethe Staudner/Umweltbundesamt
Mehr von den Radkompetenz-Mitgliedern in diesem Artikel:
AIT, BMIMI klimaaktiv mobil, Herry Consult, Klimabündnis Österreich, komobile, Lease a bike, Mobilitätsagentur Wien, Mobiltätszentrale Burgenland, Radlobby Österreich, Rosinak & Partner, VELLO
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Podiumsgespräch zu Frauennetzwerken im Radverkehr
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Mehr Perspektiven führen zu besseren Entscheidungen
Die Mobilitätswende gelingt nur, wenn sie inklusiv ist – wenn alle beteiligt sind und gemeinsam Lösungen umsetzen, um CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Wie Frauen aus der Fahrradwirtschaft in Produktentwicklung und zielgruppenspezifische Planung eingebunden sind und wie es um ihren Zugang zu Entscheidungsgremien und Karrieremöglichkeiten steht, wurde im Podiumsgespräch aus der Sicht verschiedener Fachdisziplinen diskutiert.
Women in Cycling-Netzwerke gewinnen europaweit und in Nachbarländern an Dynamik und verdeutlichen den Bedarf an stärkerer Sichtbarkeit, Repräsentation und Einfluss von Frauen im Fahrradsektor. Gleichzeitig zeigen diese Netzwerke Potenziale für stärkere Beteiligung von Frauen am Radverkehr und für eine professionell diversifizierte Branche.
Podium und Expertinnen

Podiumsdiskussion Radkompetenz-Forum 2026 im Verein Gräztelmixer Wien. (v.l.n.r.) Petra Sturm (Radhistorikerin), Elke Schimmel (Planerin november:city, Women in Cycling Switzerland), Katrin Batko (VELLO Bike), Olivia Kantner (Moderation, komobile), Christine Zopf-Renner (Mobilitätszentrale Burgenland), Karin Markvica (AIT).
Damit die Strukturen in Österreich bedarfsgerecht gestaltet werden können, sind gemeinsame Ziele nötig. Dazu führte Olivia Kantner, Geschäftsführerin und Verkehrsplanerin bei Radkompetenz-Mitglied komobile, durch das Podiumsgespräch mit ausgewiesenen Vertreterinnen aus Verkehrsplanung, Forschung, Industrie, Verwaltung und Kulturgeschichte.
Zentrale praxisnahe Fragen lieferten Inputs zum Status quo verschiedener Disziplinen und unterstützten die Entwicklung von Ansätzen für Handlungsempfehlungen in Forschung, Planung und Verwaltung. Alle Teilnehmerinnen stimmten überein, dass frauenspezifische Bedarfsorientierung ein zentrales Qualitätsmerkmal für die Radbranche in Österreich ist.
Praxiseinblicke im Fokus
Das offene Format des Radkompetenz-Forums bot Gelegenheit für Dialog und unkompliziertes Netzwerken, um sich mit Expert:innen von Radkompetenz Österreich und externen Vertreter:innen auszutauschen. Die sechs Expert:innen am Podium brachten ihre Perspektiven ein, die anhand von Leitfragen und Erwartungen unter allen Teilnehmer:innen diskutiert wurden.
- Elke Schimmel, Radverkehrsplanerin im eigenen Unternehmen november:city mit Sitz in den Niederlanden und Gründungsmitglied des Netzwerkes Women in Cycling Switzerland, reiste für einen aufschlussreichen Impulsvortrag zum Radkompetenz-Forum nach Österreich an. Sie brachte einen Überblick zu den Entwicklungen im europäischen Vergleich mit aktuellen Zahlen zur Situation von Frauen in der Fahrradbranche (Universität Kassel, 2025). Sie stellte klar: „Die Fahrradbranche ist ohne Frauen nicht moralisch unvollständig. Sie ist fachlich unvollständig.
- Karin Markvica (erste von rechts am Podium) ist Forscherin bei Radkompetenz-Mitglied AIT-Austrian Institute of Technology im Center for Mobility Systems im Bereich Transportation Infrastructure Technologies. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen bei Verkehrssicherheit, Rad- und Fußverkehr sowie datenbasierter Analyse von Mobilitätsverhalten und Infrastruktur. Sie hob die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung bei der Erhebung von Daten und der Entwicklung relevanter Merkmale für zukünftige Messungen an den Zählstellen seitens der Forschung hervor.
- Christine Zopf-Renner (zweite von rechts am Podium) ist Leiterin der Mobilitätszentrale Burgenland (Radkompetenz-Mitglied) und verantwortet dort die strategische Ausrichtung der Mobilitätsberatung im Land. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Förderung nachhaltiger Mobilität mit besonderem Fokus auf Radverkehr und intermodalen Angeboten. Sie gab persönliche Einblicke in ihre Erfahrung in männerdominierten Studienfächern und Arbeitsfeldern aus Perspektive der Verwaltung und forderte zur Motivierung derselben für junge Frauen in Österreich auf.
- Katrin Batko ist bei Radkompetenz-Mitglied VELLO Bike für Marken- und Produkterlebnisse, Retail-Konzepte bis zur Produktkommunikation verantwortlich und auch selbst in der Produktentwicklung tätig. Mit ihrem Projekt TMBR Scooter entwickelte sie einen funktionalen E-Scooter-Prototyp aus Holz; ihr besonderes Interesse gilt gendergerechter Mobilität, zugänglichen Produkten und der Frage, für wen Mobilität gestaltet wird. Bemerkenswert waren ihre persönlichen Einblicke als Frau in der Produktentwicklung und den damit verbundenen Vorurteilen.
- Petra Sturm, Radhistorikerin und Expertin für historische Frauensportforschung, thematisiert in ihrer Publikationstätigkeit feministische Bezüge zum Sport, insbesondere zum Radsport, wie beispielsweise ihre jüngst erschienene Bicycle Novel über die in Vergessenheit geratene Wiener Rennradpionierin Cenzi Flendrovsky zeigt. Sie hob hervor, dass historische Frauenbiografien oft erst durch äußere Ereignisse sichtbar werden, z. B. durch die Me-too-Bewegung und mahnt genauer hinzusehen, sodass Akteur:innen im gesellschaftlichen Wissensindex bestehen bleiben.
Zentrale Fragen in der Diskussion
- Wo Frauen in der Fahrradbranche bereits sichtbar und wirksam sind
- Wo ihre Beiträge noch zu oft unsichtbar bleiben
- Blinde Flecken in Planung, Forschung, Verwaltung, Industrie und Kommunikation
- Gap zwischen Bedarf und Realität in der Radmobilität – aus Nutzer:innen- und auch aus Gestalter:innenperspektive
- Bedeutung von strategischen Entscheidungen, Budgetverantwortung, Macht und öffentlicher Bühne
Diskutiert wurde außerdem, wie Netzwerke, Einladungsroutinen und Formate Frauen nachhaltig stärken und verhindern, dass bestehende Strukturen immer wieder dieselben Perspektiven reproduzieren.

Publikumsgespräch (v.l.n.r.): Bettina Dornhofer-Pöllinger (Herry Consult), Margarethe Staudner (Umweltbundesamt), Valerie Madeja (Radlobby Österreich), Beate Hauser (Goodville Mobility).
In diesem Zusammenhang wurde auch die Rolle von Plattformen wie Radkompetenz Österreich hervorgehoben: Sie können dazu beitragen, Zugänge zu erweitern, Sichtbarkeit zu erhöhen und gezielt neue Stimmen einzubinden. Ziel ist es, durch mehr Perspektiven bessere, robustere Lösungen für Radverkehr und Fahrradbranche zu ermöglichen.

Publikumsgespräch (v.l.n.r.): Luise Lehfeldt (Lease a Bike Österreich), Nicole Tippelt (Regionalmanagement OÖ), Alexander Zalokar (Lease a Bike Österreich).
Frauen-Rad-Netzwerk in Österreich: Erwartungen und Potenziale
Die Auswertung der im zweiten Teil der Podiumsdiskussion erarbeiteten Leitfragen zeigt ein klares Bild für ein Frauennetzwerk im Radverkehr in Österreich: Es soll bestehende Kompetenzen bündeln, Frauen im Radverkehr sichtbarer machen und ihre Wirkung in Planung, Verwaltung, Politik und Branche stärken.
Im Zielbild steht die Stärkung von Sichtbarkeit, Zugang und Stimme im Mittelpunkt. Das Netzwerk soll Austausch ermöglichen und als gemeinsame Plattform für stärkere Einflussnahme und öffentliche Wahrnehmung dienen. Bei den Inhalten werden vor allem evidenzbasierte Themen wie Daten, Infrastruktur, Sicherheit und Vorurteile im Radverkehr genannt. Ergänzt wird dies durch gendersensible Perspektiven auf Planung und Nutzung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Rollenbildern.
Die Beiträge der Teilnehmer:innen aus dem Publikum betonen den Wissensaustausch, Role Models und aktive Multiplikation in die eigenen Organisationen und Netzwerke. Hohe Übereinstimmung gibt es, dass es ein praxisorientiertes Netzwerk sein soll, das Wissen bündelt, Perspektiven sichtbar macht und konkrete Wirkung unterstützt.
Die Teilnehmer:innen bei der Mentimeter-Umfrage
Ausblick
Radkompetenz Österreich bietet mit Formaten wie dem Radkompetenz-Forum die Möglichkeit, relevante Themen ins Zentrum zu rücken, Wissen und Perspektiven auszutauschen und Impulse für die Weiterentwicklung des Radverkehrs zu geben.
Die nächste Vernetzungsmöglichkeit der Radkompetenz Österreich zum Thema findet am Rad- und Fußverkehrsgipfel in Eisenstadt (9.-11. September) am Tag 3 (Freitag, 11. September, 12:30-14:00 Uhr statt) – Women in Cycling Austria: First Ride – Netzwerken & Durchstarten. Link zum Programm
Fotos: Irene Wögerer/Radkompetenz Österreich & Margarethe Staudner/Umweltbundesamt
Mehr von den Radkompetenz-Mitgliedern in diesem Artikel:
AIT, BMIMI klimaaktiv mobil, Herry Consult, Klimabündnis Österreich, komobile, Lease a bike, Mobilitätsagentur Wien, Mobiltätszentrale Burgenland, Radlobby Österreich, Rosinak & Partner, VELLO
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